Öko-Check konkret

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In der Karte sehen sie einige der Orte in denen Vereine Maßnahmen um- gesetzt haben.

Klicken sie in die Grafik um die Beispiele näher kennen zu lernen.

TSG 1846 Mainz-Bretzenheim

Der TSG 1846 Mainz-Bretzenheim hat für die Sportanlage der Tennisabteilung eine Solarkollektoranlage installieren lassen und in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurde der Ersatz der Elektroheizung und die Umstellung der Duschanlagen auf Wasserspararmaturen in Auftrag gegeben. Die Umbaumaßnahmen wurden im Laufe der Sommerferien 2003 durchgeführt.

 

Hier ein Foto der veralteten Wasserarmaturen des Sportvereins, sie sind ausschließlich manuell bedienbar und verschwenden Wasser und Energie. Die nach dem Öko-Check verwendeten Wasserspararmaturen sparen bis zu 50% Brauchwasser ein, des weiteren erfolgt durch den geringeren Warmwasser verbrauch auch eine Energieeinsparung. Dieses Konzept wurde im gesamten Nassbereich umgesetzt.

 

Veraltete oben, neue Duschanlage links.
Veraltete oben, neue Heizanlage links.

Energieeinsparende Maßnahmen:

2003

    1. Austausch des vorhandenen Hochtemperaturheizungskessels gegen einen witterungsgeführten Niedertemperatturheizkessel

    2. Austausch der Umwälzpumpen gegen energiesparende differenzdruckgeregelte Umwälzpumpen

    3. Wärmeisolierung der Absperrorgane

    4. Austausch der direkt befeuerten Warmwasserbereiter, die einen shr schlechten Wirkungsgrad hatten, gegen Warmwasserbereitung als Ladesystem über Heizkessel.

2004

    5. Austausch der direkt befeuerten Lüftungsanlage (lokal) gegen Lüftungsgeräte mit Heizregister, die vom Heizungskessel versorgt werden.

    6. Einbau einer Thermisolaranlage im Tennisclubheim zur Warm- wasserversorgung in den Sommermonaten.

 

SV Gimbweiler

Der SV Gimbweiler (Kreis Birkenfeld) hat nach einem Öko-Check des IfaS eine Sanierung des Fußballclubheims durchgeführt. Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden wurde das Gebäude von Grund auf saniert. Die Nutzfläche wurde von 120 m² auf 240 m² erweitert, eine Wärmedämmung an der Außenhaut und eine Dämmung im neuen Dachstuhl verringern die Wärmeverluste, eine Solarkollektoranlage sorgt nun für die Warmwasserbereitung. Außerdem wurde der bestehende Ölheizkessel durch eine moderne Niedertemperatur-Holzpelletheizung ersetzt, eine Regenwassernutzungsanlage für die Sportplatzbewässerung eingerichtet und die Duschen mit Wasserspararmaturen ausgerüstet.

Nach nunmehr zwei Jahren Betriebszeit sind belastbare und vergleichbare Verbrauchsdaten vorhanden. Der Energieverbrauch des Gebäudes hat sich - trotz Verdopplung der zu beheizenden Fläche und trotz einer höheren Auslastung im Winter – gegenüber dem früheren Verbrauch halbiert. Des Weiteren ist festzustellen, dass selbst an einem Turniertag mit insgesamt 16 spielenden Mannschaften genügend Warmwasser über die Solarkollektoranlage erzeugt wird, um den Duschwasserbedarf mehr als ausreichend zu decken. Zusammenfassend werden im Folgenden die Daten der Sportanlage vor und nach der Sanierung aufgeführt.

Außerdem muss bei der Gegenüberstellung „Alt gegen Neu“ beachtet werden, dass seit der Sanierung des Gebäudes eine weitaus höhere Auslastung erreicht wurde. Sowohl der Spielbetrieb, als auch die Vermietung für Veranstaltungen und der längere Verbleib der Gäste ergeben eine weitaus höhere Frequentierung der Duschen und der Gaststätte, und dies bei weitaus niedrigeren Betriebskosten. Die Einsparungen liegen nach der Sanierung gegenüber dem vormaligem Ist-Zustand bei 2.169 Euro/Jahr.

In der Summe ergaben sich beim SV Gimbweiler Mehrkosten für die ökologische Sanierung in Höhe von 17.200 Euro. Bei einer jährlichen Einsparung von 2.169 Euro ergibt sich eine Gesamtamortisationszeit von 7,9 Jahren.

 

Holzpelletheizung und Solarspeicher.
Solaranlage mit 22,5 qm Kollektorfläche.
Regenwassernutzung .

Projektbeschreibung SV Gimbweiler

Der Sportverein Gimbweiler hat knapp 200 Mitglieder und befindet sich in einem 500 Seelendorf bei Birkenfeld. 2001 gewann der Verein mit seinem intelligenten und gleichzeitig nachhaltigen Energie- und Regenwasserkonzept den 9. Platz im bundesweiten Umweltwettbewerb "Sport schützt die Umwelt".

 

Die Initiierung des Projekts erfolgte durch einen, von Studenten des Umweltcampus Birkenfeld durchgeführten, Öko-Check im Rahmen der Lehrveranstaltung Lokale Agenda 21. Durch diese Maßnahme wurden dem Verein erstmals die Einspar- und Fördermöglichkeiten bei der Nutzung Erneuerbarer Energieträger aufgezeigt.

Im Sommer 2001 wurde eine Solarkollektoranlage mit 22,5 m² Kollektorfläche und eine Holzpelletheizung im Vereinsheim installiert. Die Solaranlage dient dem Verein vor allem von März bis Oktober zur Warmwasserbereitung der Duschen, die gerade in dieser Zeit stark frequentiert sind. Sogar im Winter bei klarem Wetter erreicht das Wasser im Solarspeicher Temperaturen von 30°C ohne Nachheizung. Die Kombination aus Kollektoranlage und Holzpelletheizung ermöglicht eine vollständig ökologische und CO2-neutrale Energieversorgung des Vereins.

Durch die zusätzlich angebrachte Außendämmung (Boden, Wand, Dach) und neue Fenster minimierten sich die Heizkosten von 5.000 DM auf 1.500 DM im Jahr. Insgesamt betrugen die Kosten der Maßnahmen ca. 160.000 DM. Die Sanierung wurde (bis auf die Installation der Holzpelletanlage) in Eigenleistung des Vereins durchgeführt. Immer mit gutem Beispiel voran gingen Vereinsvorsitzender Martin Samson und Ehrenvorsitzender Arthur Zimmer, die beide täglich bis zu 12 Stunden am Vereinsbau Hand anlegten.

Bereits 1995 wurde beim SV Gimbweiler eine Regenwassernutzungsanlage mit Dränage unter dem Spielfeld zur Freiflächenbewässerung eingebaut. Durch die Frischwassereinsparung verringerten sich die Kosten der Platzunterhaltung auf 2.500 DM im Jahr (inkl. Düngemittel).